An diesem Wochenende, an dem alle (Paddel-)Welt über das Ötztal und die Sickline berichtet, möchte ich noch den letzten Sonntag rekapitulieren. So messen sich jetzt angeblich die besten Wildwasser-Paddler der Welt, beim 2. Wildwasser-Contest waren auf jeden Fall die entspanntesten und nettesten Paddler unterwegs.

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Als Mirco (der da oben) fragte, ob wir Lust hätten an einem kleinen Wildwasser-Wettkampf auf der Bischofsmühle teilzunehmen, habe ich nicht lange überlegt. Die Strecke ist wohl bekannt und langsam bin ich alle mal nicht und dieses Jahr war ich viel im Boot unterwegs. Da kann sowas gut Laune machen. Zudem habe ich mit dem großen Remix nun wahrlich nicht das längste Boot. Also Zack: Angemeldet für Sprint und Slalom.

Einen großen Respekt an alle Slalomfahrer!

Die erste Ernüchterung kam jedoch schon beim Training am Samstag, durch Stangen fahren ist man bannig anstrengend. Auch wenn die Strecke mehr als gut bekannt ist, so ist es ein gewaltiger Unterschied, wenn man nicht nur gut ins Kehrwasser kommen möchte, sondern präzise! Und da ist ja nich Schluss, meistens ist ja das erste was man macht, wenn man im Kehrwasser drin ist, eine kurze Pause. So funktioniert das aber nicht mit der guten Zeit. Jedes mal das stehende Boot im Kehrwasser wieder ansprinten ist alles andere als einfach. So ist man auch nach 1,5 Stunden üben mehr als alle. Gerade runter fahren haben wir gar nicht erst geübt, das kann ja jeder (so die irrige Annahme).

Erst der Kuchen, dann das Vergnügen.

Am Sonntag selber begann der Tag sehr entspannt. Als erstes wurde von dem Orga-TEAM der KSGH das Kuchenbuffet aufgebaut, dann kamen erst die Startnummern. Ich halte dies für eine sehr vernünftige Herangehensweise. Es gingen zu Beginn die Lüttjen an den Start und so blieb Zeit die Konkurrenz zu observieren. Überraschend war, wieviele Granaten von Lettmann da rumgeflogen sind. Ähnlich häufig waren die Sticker (Ich brauche auch Sticker!) des Niedersächsichen Kanu-Freestyle-Teams auf Ausrüstungsgegenständen zu finden. Das klingt schon mal nach ordentlichen Mitbewerbern um den ersten Platz.

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Die Rennen selber waren gut organisiert und es gabe je zwei Läufe pro Wertung, von denen der Beste zählte. Was soll ich sagen, ich wurde nicht Letzter. Einen guten Platz konnte ich mir trotzdem in die Haare schmieren. Schnell auf Flachwasser sein und schnell im Wildwasser sein, das sind noch mal zwei völlig andere Sachen und das musste ich dann wohl lernen. Mirco hat es hingegen in das Sprint-Finale geschafft und konnte den fünften Platz ergattern, jedoch mit meinem Dickschiff. Einen kleinen filmischen Eindruck kann man hier bekommen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=NqLin0Z_g4U

Kommendes Jahr werde ich, soweit möglich, wieder zu den Hildesheimern fahren. Jedoch werde ich jetzt bei den Freizeittouren mal versuchen die Kehrwässer schnittiger zu fahren und auch zügig raus spurten. Ich hoffe, dass ich jetzt bei der Freimarktsregatta mein Ego wieder ein wenig polieren kann.

Für die Fotos muss ich noch meinen Dank Joachim ausrichten. Er hat sie mir netterweise zur Verfügung gestellt und mir auch den Link zum Video geschickt.