Nach nun einiger Zeit ist es soweit: Ich schreibe mal wieder was  in dieses kleine Online-Fahrtenbuch. Einerseits, weil es wieder eine spannende Veranstaltung gab, auch wenn es in der Zwischenzeit mehrere tolle Fahrten gab, andererseits, weil ich wieder Zeit und Lust hatte was zu schreiben. Das ist eigentlich der Hauptgrund.

Also… der Deutsche Wildwassercontest in der vierten Auflage. Schon vor ein paar Jahren war ich bei der zweiten Auflage, damals war es  deutlich kleiner, durch die jetzige Involvierung des Boater-Cross-Cups ist es ein Event geworden.

20160917-_sam1043Ein Event und zwar völlig positiv: Leckeres Catering, gute Zeitplanung, ein engagiertes Medienteam, launige Moderation der Wettkämpfe, interessante Verkaufsstände und zu guter letzt tolle Sportler, mit denen man sich messen konnte. Am Freitag konnten wir uns schon akkreditieren und erhielten dann, nach kurzfristigen Internetproblemen, einen feschen Turnbeutel mit T-Shirt, Startnummer, Wettkampfplan und ein wenig Verpflegung. Auf dem Zeltplatz war schon in der ersten Nacht gute Stimmung.

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Erkältung ist ein Arschloch

Am Samstag morgen ging es auch nicht allzu früh los, so dass ein entspanntes Frühstück beim örtlichen Bäcker noch locker drin war, bevor ich mir dann die Boxagrippal schmeißen musste, damit ich überhaupt starten konnte. Denn über die Nacht hat meine Erkältung nochmal richtig zugeschlagen. Wäre es vernünftig gewesen gar nicht an den Start zu gehen? Ja! Hatte ich aber schon das Startgeld bezahlt und wollte ich sehen, ob sich das Rennboottraining auch im Wildwasser bezahlt macht? Aber sowas von Ja!

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Also noch dreimal die Nase geputzt und ab in die Klamotten. Das Spannende für mich, und wahrscheinlich nicht nur für mich, war der Start von der Rampe. Ist es doch der Start der entscheidet, ob man sich noch vor der Einfahrt in die Strecke an die Spitze setzen kann. So ist in Hildesheim die Einfahrt ein Nadelöhr, bei dem man schnell abgedrängt werden kann. Hier konnte ich mich im ersten Qualifikationslauf direkt auf den zweiten Platz vorboxen und diesen auch in das Ziel fahren.

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In der zweiten Runde habe ich dann den Start massiv verkackt. Ich bin direkt hinter der Rampe umgekippt, musste erstmal aufrollen und dann dem Feld hinterherfahren. Dort machte sich dann aber das regelmäßige Training bezahlt, schon bei der ersten Wendeboje konnte ich mich auf den dritten Platz vorschieben, nur um dann auch den bis dahin Zweiten zu überholen. Somit wieder eine Runde weiter. Nur leider immer noch krank.

Jetzt waren da wieder die Stimmen: Hey, du hast bezahlt, bist weiter gekommen, du musst gewinnen! Da war aber auch die andere: Du konntest heute nur dank der Grippemedikamente überhaupt Leistung zeigen, du hast mittlerweile bei der NADA gelernt, dass es Pseudoephedrin enthält und ich damit bei überprüften Wettkämpfen wegen Dopings ausscheiden würde!

SAMSUNG CSC

Abreise trotz toller Leute

Meinte größten Bauchschmerzen hatte ich mit der Abreise, immerhin waren auch viele tolle Leute da, die man nicht alle Tage sieht:

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Doch auch eine weitere Nacht im Zelt wäre nicht die beste Idee gewesen, folglich wurde das Zugticket gebucht und das eigene Bett gewärmt. Der enorme Vorteil der vorzeitigen Abreise ist, dass ich so behaupten kann, dass ich natürlich ins Finale und mindestens aufs Treppchen gekommen wäre. Es mangelt ja an Gegenbeweisen.

Zur Zeit wird noch im Urlaub entspannt, bevor ich dann am 23.10. bei der Freimarktsregatta an den Start gehe. Da wird sich dann zeigen, ob das Training für das „Finale“ reicht.

Nochmal vielen Dank an Nils, dafür dass ich sein Paddel nutzen durfte und tausend Dank an die Organisatoren und Helfer beim Wildwassercontest, es war eine sehr schöne Veranstaltung.