Puh, Einen Monat lang nichts geschrieben! Dafür ist die Masterarbeit beendet und es steht nur noch der Kampf mit der Unibürokratie an (Eigentlich müsste man nach dem Abschluss noch einen zusätzlichen Titel in „Master of Bürokratiebekämpfung“ bekommen). Jedoch ist damit zwar der Abschluss noch nicht in der Tasche, aber die arbeitsintensive Zeit vorbei und man kann sich wieder exzessiv dem Wassersport zu wenden.

So wurde die neu gewonnene Freiheit genutzt und gleich mal wieder eine Woche in das Ötztal gefahren. Dieses Mal jedoch nicht ausschließlich zum raften. Man kommt natürlich nicht drum herum und es war auch nicht das Ziel es völlig zu umgehen. So saß ich auch gleich wieder am Sonntag der Ankunft auf dem Boot. Was ich so an der Firma Fankhauser so liebe kam direkt im Anschluss. Nachdem die Gäste zufrieden in die Wirtschaft gegangen sind und ich mich umgezogen hatte, fragten gleich die beiden anderen Guides ob ich nich tLust hätte noch ne Runde in die Auerklamm zu steigen. Canyoning ist das Stichwort.

Denn der gute Mann der schon das Video vom Rafting im Ötztal gemacht hat, wollte auch ein paar Bilder haben, wie ein paar bunte Menschen von Felsen hüpfen. Also schnell einen dicken Neo raus gesucht (XXL) und Gurt besorgt und auf Richtung Gemeinde Ötz und rein in die Klamm. Beim Aufstieg musste ich erstmal fest stellen – auch wenn es wirklich nicht steil war und auch nicht weit – wie sehr die ganze Schreibtischhockerei an der Ausdauer gezerrt hat… Hanteln schwingen ist halt auch nicht alles.

Als wir uns dann zum Hauptsprung vorgekraxelt hatten konnte ich dann auch wieder Filmerfahrung sammeln. Es hatte schon was da hinab zu hüpfen, jedoch ist es schon komisch den ganzen Aufwand – Klamotten raus suchen, Anfahrt, umziehen, Aufstieg, warten, springen, raus schwimmen, wieder hoch klettern, Ausstieg aus der Klamm, ausziehen, abtrocknen und die Abfahrt – für knapp zwei Minuten Film zu betreiben. Aber wer beschwert sich denn? Es war alle mal geil!


Im weiteren war Ziel des Ausflugs das Ötztal mal abseits des Ein- und Ausstiegs kennen zu lernen und dies kann ich, auch als Paddler, nur jedem ans Herz legen. So mussten auch die höchsten Höhen erklommen werden, manchmal auch nur mit dem Auto. Die Grenze zu Südtirol ist nun auch echt zu weit weg um da hin zu laufen (Fitness und so)

Deutschland/Italien

Zum Abschluss durfte ich dann auch noch mal Gäste über wilde Wasser kutschieren. Als ich jedoch hörte, dass ich auf die Tiroler Ache sollte war ich zuerst nich begeistert. Denn immerhin sind es so anderthalb bis zwei Stunden Autofahrt um an die Einsatzstelle zu kommen und naja es ist nicht das dollste Wildwasser. Mit 16 bin ich diese Strecke das letzte und einzige Mal gefahren. Wofür ich damals keinen Blick hatte: Die Landschaft!

Klobenstein DLRG beim planschen

Was das Wasser an Action nicht so ganz zu bieten hat, das macht die wildromantische (Ja, ich benutze hier dieses furchtbare Adjektik) Schlucht wieder gut. Für Sophie: ich bin nicht angeeckt! Also nicht groß, zumindestens habe ich mich nicht fest gefahren, wie ein gewisser anderer Guide.

Die DLRG hat sich auch gedacht, dass die dort mal Planschen gehen können. Während wir in der oben abgebildeten Wirtschaft pausierten, übten diese Gruppe durchgehend im kalten Wasser Rettungsmethoden. Einen großen Respekt für soviel Aufopferungsbereitschaft in der Freizeit!

Am Ende der Woche konnte ich dann auch mein geliebtes Boot wieder mit in die Hansestadt nehmen. Dies ist aber eine weitere Geschichte die sich hier demnächst finden wird.