Im Wonnemonat Mai kann man so einiges paddlerisches anstellen. Da beginnt der Monat mit dem Wesermarathon und da fallen gleich drei lange Wochenenden noch dazu.

Was macht also der Paddler von Welt? Er wird Raftguide! Zumindest probiert er es. Ende Mai bin ich zur Prüfung für das „Schiffsführer Patent – Raft“ angemeldet, über das verlängerte Pfingstwochenende geht es in die heiße Phase in denen der versierte Paddler auf Großboot umschult.

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Ich könnte jedoch nicht guten Gewissens ohne meinen Remix in das Ötztal fahren. Nachdem am Mittwoch Abend die Unterkunft bezogen wurde ging es am ersten Tag der Ausbildung/Umschukung gleich zur Sache. Wenn man sonst für eine Tour auf der 14Km langen Imster Schlucht 1,5-2 Stunden benötigt, so braucht eine Raftguide-Ausbildungstour mindestens 3 Stunden. Denn es wird so gut wie jedes mögliche Kehrwasser angefahren. Der hochnäsige Paddler wird sich dabei denken, dass so ein Raft doch in eh so gut wie kein Kehrwasser passt – das dachte ich lange Zeit auch. Jedoch ist mit einer kräftigen Mannschaft so einiges Möglich. Kraft ist dabei genau das richtige Wort, da so ein Raft mit 10 Personen locker bei 800 Kg Gesamtgewicht liegt muss sowohl um einiges kräftiger gepaddelt werden, als auch der Guide – mehr als im Kayak – darauf achten die Strömung zu nutzen.

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Nach den ersten drei Touren auf der Imster Schlucht ist der Anwärter auf das Schiffsführerpatent auch fix und alle. Es gibt jedoch noch die Theorie. Und die ist – von Behörden formuliert – wirrer als jede Fahrschulprüfung.

Absolute Highlights sind die Definition von Tag und Nacht die ein jeder Guide wissen muss! Jetzt gehe ich mit den anderen Anwärtern noch ein paar Knoten für die Prüfung durch und dann kommt auch das Wichtigste: Die Ruhe für den nächsten Tag.

Teil 2

Teil 3