Lange nicht geschrieben, dafür jetzt demnächst mehrere Posts hintereinander.

Am 3. Juli bin ich zum zweiten Anlauf für die Prüfung zum „Bootsführer – Raft“ ins schöne Ötztal gefahren. Dieses Mal gab es weniger „live“-Berichterstattung und dafür gibt es eine einfache Erklärung: Der Betrieb ist Ende Juni, Anfang Juli in so einem Raftingunternehmen um einiges stressiger als Mitte Mai. Somit war man froh um jede ruhige Minute und die habe ich schlicht und ergreifend eher mit einem Bier (oder singend mit der Mate) als tippend verbracht. IMG_20130630_145239

Anders war dieses Mal auch die Art der Trainingsfahrten. So haben wir im Mai ja noch zwei bis drei spezielle Fahrten zur Übung absolviert, so bin ich jetzt  bei den regulären Touren mit Gästen mitgefahren. Ich bin lediglich an jeder möglichen und unmöglichen Stelle aus dem Raft gehüpft, um an meiner Technik zu feilen.
Immerhin wurde mir ja im Nachhinein von mehreren Seite bestätigt, dass es kein Kraftproblem war mit dem Flippen. Und was soll ich sagen? Mit Beinarbeit geht es wesentlich fixer ins Boot!

An den beiden Wochentagen vor der Prüfung wurde jeweils am Abend eine Trainigsfahrt für mich und einen anderen Wiederholer eingerichtet. Auch hier klappte wieder alles wie am Schnürchen. Bei der Trainingsrunde am Dienstagnachmittag zog dann auch während der Flipübung im Kehrwasser ein deftiges Gewitter auf. Wenn das mal keine Motivation für eine schnelle Übung war? Kaum hatten wir beide unser Können gezeigt ging es ins Boot und Vollgas den Inn hinunter. Immerhin waren wir erst bei der Memminger (Abschnitt aif dem Inn)! Kaum hatten wir das Raft auf die Station gewuppt und die Neoständer reingeschoben fing es an zu schütten. Da setzt man sich doch gerne in die Rafting-Alm!

Am Mittwoch zur Prüfung waren gleich neun Wiederholer dabei. Wir stelllten gleich das erste Boot. Safety-Talk gab es keinen und so ging es zügig los. Alle, die bei mir auf dem Boot saßen, sind beim ersten Mal wegen der Flipperei durchgefallen. Somit gab es dann auch während des Fahrens die Aufgabe: „Spring ins Wasser und hüpf wieder ins Boot!“ Das schaffte dann schon Sicherheit für die abschließende Flipübung im Kehrwasser. Denn wir hatten wieder den Öltanker von NRS-Raft…

Doch wie heißt es so schön? Hartes Training, leichtes Spiel!

Und so klappte es dieses Mal auch für sechs der neun Prüflinge mit dem Flippen. Das Fahren war für niemanden ein Problem mehr und so halte auch ich jetzt mein Diplom Bootsführerpatent – Raft in der Hand.

IMG_20130703_140840Was weiter? Schnaps getrunken! Und dann wieder im Raftbetrieb mit angepackt. Es galt das Haupthaus noch ein wenig aufzuhübschen bevor am Freitag die Gäste kommen. Da sollte ich auch gleich meine erste eigene Tour bekommen – und was für eine! Die Fahrt auf der Imster Schlucht war spaßig wie immer, jedoch war es eine Firmentruppe die gleich auf drei Rafts unterwegs war und alle Guides wurden anschließend zum Grillen eingeladen und Trinkgeld gab es auch. Was will man am ersten Arbeitstag mehr?

Richtig zur Sache ging es auch erst am Samstag. Das Geld für das teure Zugticket nach Bremen wollte verdient werden und so ging es gleich drei Mal zu Sache. Am Morgen mit einer Tour im Powerraft auf der Imster Schlucht und ab Mittag zwei Mal Second Guide auf der Ötztaler Ache.

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Da freut man sich dann auch über die Pausen am Brunauer Wehr.

Abends wurde dann noch im River Haus das örtliche Tanzlokal ausgetestet und in den frühen Morgenstunden (09:25) ging dann auch mein Zug Richtung Heimat.

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Und jetzt, knapp eine Woche später, kann ich nur sagen, dass es wieder ein Fest war in Tirol und Bremen zwar eine Hammer Stadt ist und bleibt, aber die Norddeutsche Tiefebene nicht die Alpen ersetzen kann.