Nachdem es mich über Himmelfahrt in den Süden gezogen hat, sollte es über die Zeit des heiligen Geistes in den Nordosten gehen, genauer nach Stralsund, zur Pfingstfahrt der Bremer Kanujugend ging es also wieder auf die Ostsee.

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Nun ist das nicht meine erste Tour mit Kindern und Jugendlichen auf dem Meer, doch ist es jedes mal wieder aufregend und mit einer Menge Schweiß verbunden. Zum Meldeschluss haben wir passend einen Nachmittag veranstaltet bei dem der  Wiedereinstieg und das sichere Handling mit dem Seekayak geübt werden sollte. Elke, die weit aus erfahrenere Seekayakerin, hat uns eingewiesen und wir haben auf der wilden Weser angebadet.

Alles gut, alle nass.

Im Vorfeld der eigentlichen Fahrt zu Pfingsten haben sich dann noch die Großen Warturmer nachgemeldet. Es ist ja nicht so, dass ich schon seit Wochen um Anmeldungengebeten hatte. So durfte man Fan spontan sein. Aber ich will mich gar nicht groß beschweren, immerhin Wasser das wieder seit langer Zeit die größte Tour, gemessen an den Teilnehmern. Die Logistik ist dann bei verschiedenen Vereinen die beteiligt sind noch so ein Ding für sich. So haben wir den ersten Anhänger schon vorher bei Warturm beladen, nur um dann beim BKW zu merken, dass wir auf jeden Fall noch einen Zweiten benötigen. Das Problem ist dann immer wieder, dass die jüngeren unter uns, also ich auch, keine Anhänger ziehen dürfen und auch nicht alle Autos mit Kupplung ausgestattet sind. Das führt dann schnell zu großen Autotauschaktionen, bei denen dann drei Fahrer in ihnen fremden Autos unterwegs sind…

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Egal, irgendwann ist alles geschafft und wir können endlich los, kommen auch alle an, schlafen, frühstücken und gehen paddeln. Der erste Tag führte uns vom nördlich gelegenen Barhöft nach Stralsund. Es galt also gleich am ersten Tag 17 Kilometer Ostsee zu bezwingen. Als größtes Hindernis stellte sich gleich zu Beginn das seichte Wasser heraus. Erst ca. 500 bis 1000 Meter vor der Küstenlinie Wasser es tief genug um vernünftig vorwärts zu kommen. So mussten wir uns direkt an der Fahrwasserkante orientieren. Dadurch hab es immerhin ein wenig mehr Action.

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Nachdem wir mit Wellen von schräg hinten lauter Seglern ausweichen mussten, hab wir endlich den ersehnten Marinahafen erreicht, neben dem sich laut Karte Pause machen ließ. Die Schilder und der dezente signalgraue Anstrich verrieten uns schnell, dass wir uns verlesen hat und es doch ein Marinehafen war. Pause haben wir trotzdem gemacht, blieben ja vor den Schildern. Frosch gestärkt sind wir dann auch fix in den Heimathafen um uns am Grill zu laben.

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Der nächste Tag sollte mehr Bademöglichkeiten beinhalten, so der Wunsch. Also von Stralsund aus südlich abgebogen, unter der Brücke nach Rügen hindurch und hops übergesetzt auf Deutschlands größte Insel. Die dort ankernden Motorboote zeugten von guten Stränden. Zwei Stunden Pause in der prallen Sonne lagen vor uns und wurden ausgiebig genutzt.

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Abends dann Gewitter und Gemütlichkeit im Bootshaus. Die Zeit ergeht sehr zügig, und schon steht der letzte Tag im Raum. Wieder Hitze und der Wunsch nach Plansch. Sollen sie bekommen, der Großteil begnügt sich mit der kurzen überfährt nach Altefähr auf Rügen und badet in Ostsee und Sonne. Fünf von uns fahren noch ein wenig die Küste ab und landen etwas nördlich vom zuvor erwähnten Marinestützpunkt auf der Inselseite an. Unser Strand ist dann auch wesentlich ruhiger, gerade die Ruhe von einer so großen Gruppe war das Angenehmste. So habe ich mir die Zeit genommen um noch ein paar Bilder zu machen, bevor es zurück ging und damit der sportliche Teil der Fahrt auch vorbei war.

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Fazit: Gerne wieder Stralsund, alleine wegen des schönen Vereins mit den vielen netten Mitgliedern, die uns sehr herzlich empfangen haben. Jedoch nicht zwingend wieder zu Pfingsten, mehr Zeit sollte bei der Anfahrt vielleicht schon sein und dann eine erwachsenere Tour, bei der man sich auch mal um Rügen herum traut.