Nachdem ich jetzt vor rund einer Woche über Sicherheit auf Kleinflüsse im Vorfeld unserer Tour auf der Böhme geschrieben habe,  habe ich mir massig Zeit gelassen um über die Tour selber zu schreiben…

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Das Beste der Tour muss ich gleich vorweg nehmen: Nachdem angekündigt wurde, dass es bis um 14 Uhr durchregnen soll, haben wir nicht einen Tropfen, dafür aber Sonnenstrahlen abbekommen. Aber zur Tour:

Ich kannte ja die Böhme bisher nicht und bin von meinen bisherigen Kleinflusserfahrungen ausgegangen und die waren vorrangig kurvig und baumig. So habe ich ja auch im Ausgangspost überlegt, ob ich in meinem Remix die Tour bestreite und habe mich dann ja doch für den Touryak entschieden.

Auch aus Bequemlichkeit. Es war eine gute Entscheidung.

Denn die Böhme fließt zwar recht zügig durch die Tiefebene, jedoch sind die schärfsten Kurven so bei 90° gewesen und da ist es dann nicht wirklich schwer auch längere Boote herum zu zirkeln. Die Breite des Flusses reicht auch um den Kahn zu wenden ohne anzuecken. Was tiefhängende oder gleich umgekippte Bäume angeht, war die Fahrt auch mehr als entspannt. Das mag aber auch daran liegen, dass vor uns auch schonb paddler unterwegs waren und das gute Wetter genutzt haben.DSC_0020
Was an der Strecke dann wiederum fehlt, sind die dementsprechende Schwälle die oft bei den engeren Kleinflüssen dabei sind. Die theoretische fahrbare Fischtreppe in Bad Fallingbostel – auf die ich gehofft hatte –  hatte dann wiederum einen querliegenden Baum der nicht passierbar war… Da ich mich ja mit genüg Safety-Kram ausgerüstet habe im Voraus, wollte ich zusammen mit Max versuchen den Stamm zumindestens für weitere Befahrungen bei Seite räumen. Das war soweit auch kein Problem, jedoch fehlte ein vernünftiger Ankerpunkt (und die Geduld der anderen Teilnehmer) den völlig aus dem Fluss zu holen. Die Durchfahrt ist jetzt aber wieder frei. Kurz dahinter hing dann auch eine Überraschung im Baum:DSC_0036

Aber wie jeder guter Paddler habe ich den verrosteten Köder mit meinem Messer abgeschnitten und eingesteckt, bevor sich da noch ein Vogel, Reh oder Pinguin drin verfängt. Der Rest der Fahrt ging dann auch ohne besonderen Vorkommnisse weiter und endete entspannt und direkt vor Sonnenuntergang am Schulgrundstück in Walsrode.

Das Schöne daran die Autos umzusetzen ist, dass die anderen schon mit dem Aufladen beginnen. Das Doofe daran die Autos umzusetzten ist, dass man sich sputet und noch im Neo durch die Heide cruist um dann Boote zu laden und sich schnell schell umziehen zu müssen.

So oder so: Ab ins Café, Kakao auf den Tisch und Kuchen in den Mund! Eine gelungene Fahrt, die noch die letzten Sonnenstrahlen 2013 genutzt hat.

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