Nicht alle Steine sind Freunde und Boote sind ohne Paddler auch sehr schnell.

Dies bewahrheitete sich an Himmelfahrt. Bei gut eingeschenktem Pegel gehen viereinhalb Bremer und ein halber Berliner Paddler auf die Sanna. Die Wucht ist zwar händelbar aber eine gewisse Anspannung liegt in der Luft. So genau kennen sich die Bremer und 1/2-Berliner nicht auf den Gewässern fern ihrer Heimat aus. Na klar, das Schiefe Eck ist doch entschärft, der Pianzer Schwall wurde zuvor besichtigt. Sieht aus 150m Höhe auch nicht besonders beindruckend aus, aber man weiß, es ist immer eine Frage der Perspektive.

Und so geschieht es, kaum habe ich die dicksten Dinger in Pianz passiert ertönt ein Pfiff, „Schwimmer“ töhnt es von hinten. Oh mist, schnell noch dem Ding ausweichen und dem…ah Kerwasser. Was geht da oben ab. Aussteigen Wurfsack bereitmachen. Ach, da kommt nur das Boot. Ein Kollege ist schon drann. Mist, wieder einsteigen und hinterher.

Nun folgt eine elende Hetzjagt. Kehrwasser an dem befestigten Ufer sind Mangelware. Kaum ist das Boot halbwegs unter Kontrolle nähert sich ein Loch. Das Boot geht durch, wir fahren lieber außen herrum. So geht das eine ganze Weile, einmal denke ich: „Jetzt sitzt es im Rücklauf fest.“ Aber es wird wieder hinausgespült.

DSC00059

Nach etwa 3km haben wir es geschaft. das Boot sitzt auf einem Stein unter der Autobahnbrücke fest. Durchatmen und Boot sichern. Dann die Erkenntnis: „Zu Fuß kommt man hier nicht her.“ Wir müssen das Boot später am Wurfseil auf die andere Seite bringen. Wenigstens eine gute Nachricht: dem Bootsbesitzer geht es den Umständen entsprechend gut. Mit einem dicken Auge wartet er am Pianzer Schwall auf die Autofahrer. Das meiste hat der Helm geschluckt.

20130510_070331

Der Stein ist dein Freund, aber gute Freunde können einen leicht verletzen.

Viele Grüße

DSC00064

Euer Arne