Es begann noch bei mir in der Wohnung. Sprichwörtlich strahlten die Sonnenstrahlen am siebten Tag der Woche durch das Fenster im Wohnzimmer. Nachdem ich es kurz geöffnet hatte, wusste ich auch, dass es dementsprechend warm ist. Klare Sache: Zur sonntäglichen Runde wird eine Jogginghose und ein Craft eingepackt.

Im Verein angekommen wird sich schnell umgezogen und das Boot gesattelt. Zügig rauf aufs Wasser, das Ziel ist die schnelle Ochtum Runde! Ich sprinte kurz an um die Mitpaddler zu überholen und um ein paar Fotos zu schießen:

SAMSUNG CSC SAMSUNG CSC

Kaum waren wir auf Höhe der B75 angekommen, merkten wir schon den Gegenwind. Matthias, der uns zuvor entgegenkam, hatte ihn schon angekündigt. Wind ist jedoch noch kein Grund für einen Hanseaten aufzugeben, erst recht nicht mit ordentlicher Gefolgschaft.

Als dann nach mehr als der Hälfte des Rundkurses auch noch Niesel und darauf Regen dazu kam, wurde es dann – obenrum einlagig bekleidet – recht schattig. Aber Hey! Es kam ja nur noch der Warfelder Stau und ab da geht es mit Rückenwind zurück zum Verein.

KNAAAARZ macht das Laminat, löst es sich vom Harz

Durch Wasserstand und Wind konnte die Wehrkante befahren werden. Allen voram fuhr Arend in seinem Lettmann Biskaya. Er tastet sich an die Kante heran, schaut wo Stahlzacken sind und nimmt Anlauf.

Ein lautes Geräusch verrät mir, dass er auf jeden Fall etwas mitgenommen hat. Ich taste mich vorsichtig heran und lasse mich mehr herunter treiben, als das ich fahre. Ich berühre leicht den Grund, aber dem Touryak aus HTP stört dies nicht. Die anderen Mitpaddler werden kurz eingewiesen und nehmen die Kante auch ohne Berührungen mit dem Stahl. Das heißt, Arend muss eine der Zacken mitgenommen haben. Mirco hat dies letztes Jahr schon geschafft und konnte sein Tahe Boot danach erstmal in die Werft bringen.

Gute Nachricht: Die Lenzpumpe funktioniert einwandfrei

Als ich mich umgedrehte, war Arend schon dabei hektisch auszusteigen. Es war nicht nur der Gelcoat angekratzt. Das Laminat war über gut 30 cm komplett aufgerissen und kaltes Ochtumwasser lief in das Cockpit.

Schlechte Nachricht: Nicht schnell genug

Jetzt regnet es richtig und der Wind wird stürmisch. Arend kommt nicht weiter und so wird schnell Mirco herbei telefoniert – er kennt ja die Tücken des Wehres – um Paddler und Boot ins trockene Bootshaus zu fahren. Vor Ort haben wir uns aufgewärmt, es wurde inzwischen echt eisig, und dann den Schaden begutachtet.

Wie sieht es jetzt aus, wenn ein laminiertes Boot mit viel Schwung auf eine Stahlkante am Wehr trifft? So:

SAMSUNG CSC SAMSUNG CSC SAMSUNG CSC SAMSUNG CSC

Die Lehre? Man sollte diese Wehr nur sehr vorsichtig herunter fahren, besonders vorsichtig mit laminierten Booten. Auch bei der schnellen Sportrunde kann etwas dazwischen kommen und ein paar wärmere Klamotten wären schön gewesen.

Die Frage: Wie repariert sich das jetzt am besten?