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Nachdem ich letztes Jahr im Herbst einen Artikel über das Wildwasser an der Drome gelesen habe und Fotos davon an unsere Jugendwartin schickte, ging der diesjährige Osterurlaub nach Südfrankreich. Der Campingplatz war direkt am Fluss gelegen und auf der Autofahrt durch das enge Tal klebte ich praktisch an der Scheibe der Wagentür, nur um einen Blick zu erhaschen. Angekommen ging ich erstmal runter zum Bach. Der Platz selbst war Einstieg und Ausstieg für die anstehenden Paddeltouren und musste natürlich eingehend studiert werden. Zwei einfache Stellen zum Ein- und Aussteigen, nur 100 Meter vom Bettchen entfernt. Genügend Bäume um Wäscheleinen zu ziehen und Wohncontainer zum Schlafen. Einen für die Jugendlichen, einen für die Erwachsenen. Der Unterschied war nur der Geruch nach den ersten zwei Tagen und die Getränkeauswahl in den Wägen.

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Die erste Tour ging vom Campingplatz aus los. Leichtes Wildwasser auf einem azurblauen Fluss. Mit Felsformationen zum anfassen, idyllischen Ortsdurchfahrten und strahlend blauem Himmel. Feine, gefederte Wölkchen und brennende Sonne. Aber kalt genug, um Handschuhe anzuziehen. Eine besinnliche Tour also. Der Austieg in Pontaix allerdings war anders als im Flussführer beschrieben: Statt die linke Durchfahrt unter der Brücke zu nehmen und dann auf die rechte Flussseite zu wechseln mussten wir vor der Brücke aussteigen und den Hang durch das Gestrüpp hinauf klettern. Die Durchfahrt war durch einen Baum blockiert. Ein Paar Wagemutige nahmen die mittlere Durchfahrt, steinig und mit Baumkontakt, doch machbar.

 

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Die nächsten Tage genossen wir die romantischen Windungen der Drome durch Kiesbänke und breitere Talstücke. Jede Tour ein Traum für sich und trotz der fallenden Wasserstände gut fahrbar. Nur eine Tour schaffte etwas Verdruss unter den Teilnehmern: 30 Kilometer im Wildwasser zehrten doch deutlich an Körper und Geist, sodass die müden Teilnehmer dezent gereizt vom Bach kamen.

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Trotz Wohnwägen fehlte das Camp-Feeling nicht. Gemeinsames kochen, eingeteilte Abwaschdienste, langes draußen sitzen, Lagerfeuer und Grillgut.

 

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