Es ist mittlerweile Ende Februar und wir waren Anfang Januar im Harz, jedoch habe ich mir vorgenommen ein wenig Berichterstattung (oder Online-Fahrtenbuch, wenn man es so sehen mag) nachzuholen. Im Vorfeld habe ich mich massiv auf die Tour gefreut, saß ich doch zu der Zeit relativ lange nicht mehr im Boot (seit der Nikolausregatta) und noch länger nicht im WW-Boot (Ich glaube seit der Loisach zum Abschluss der Sommerferien).

Dazu war ich zu diesem Zeitpunkt ja schon in Kamp-Lintfort und ein weiterer Bonus des Wochenendes war, dass ich die Bremer und Berliner wieder sehen konnte. Leider haben einige im Vorfeld wieder abgesagt (absagen müssen), war doch die Ansage der Harzwasserwerke, dass es nur einen Ablass von 08:00 bis um 10:00 geben soll, klingt nicht nach einem lohnenden WW-WE. Der Schnee – welcher vorher noch die Mittelgebirge bevölkerte – schmolz jedoch wieder rechtzeitig für uns und als wir brav am Einstieg der Oker warteten, waren Lars und Sanne fleißig dabei die Pegel zu kalkulieren und lotsten uns direkt zu den wasserführenden Bächen.

1. Station: Innerste

Direkt wurde die gute Bekannte Innerste angesteuert. Dieses Jahr ließ der Pegel auch einen Einstieg oberhalb von Wildemann zu, folglich war auch etwas Neues für mich dabei. Insgesamt ein schöner Ritt, jedoch war bei mir schon nach ca. 1/3 der Fahrt der Spaß vorbei, nach einer hohen Stütze sah mein Paddel so aus wie in diesem Post beschrieben.

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Somit ging für mich dann die Reise am Rand der Strecke weiter und ich trottete am Fahrbahnrand Richtung Einstieg. Ich war noch keine 500 Meter gekommen, da kachelte ein Paddelbus an mir vorbei, die Insassen ahnten schon was passierte, hielten an, luden mich ein und freuten sich, dass sie schon Infos über die Durchfahrt in Wildemann abgreifen konnten.

 

2. Station: Sauna

Geschafft vom Weihnachtsstress und der Fahrerei Bremen -> Kamp-Lintfort -> Harz, konnte ich die Entspannung gut gebrauchen und bin nicht als einziger im Ruheraum eingeschlafen. Böse Zungen behaupten, dass dort zeitweise recht gut geschnarcht wurde.

 

3. Station: Söse

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Ein neuer Tag, ein neuer Bach. Es ist nicht meine erste Befahrung der Söse, jedoch liegt die letzte schon rund vier Jahre zurück. Die Erinnerung daran ist also mehr als schwach, ich weiß nur noch, dass sie sehr schmal und spaßig ist. Dankenswerterweise überlässt Tobi aus gesundheitlichen Gründen das Padddeln an diesem Tag den Anderen und sein Paddel mir.

Das Paddel hält auch die Fahrt durch und was für eine! Es ist kein superhartes Wildwasser, aber superschönes. Immer wieder enge Biegungen, hier ein kleiner Hopser, dort eine Minikehrwasser und dann noch ein Stück Wäldchen. Natursport ist doch was feines.

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Anschließend direkt am Bach umziehen, dabei halb erfrieren, Abstecher zu McD und über Harzer Landstraßen hinfort in den Wilden Westen.