In Bremen nähern sich die Sommerferien mit großen Schritten. Noch drei Tage Schule und die Vorbereitungen für die Fahrt nach Lofer, zur Jugendwildwasserwoche, beginnen. Doch bevor alle in die Ferien aufbrechen wollten gestern noch die angehenden Übungsleiter geprüft werden .

Das heißt im konkreten Fall, dass man nach einer hart durchfeierten Nacht auf der grandiosen Breminale um neun aus dem Bett darf, sich schnell duscht, ein Brötchen beim Bäcker abgreift und sich noch schneller zur Weser begibt.

Der Plan ist: Theorie – Praxis – schlafen gehen!

Es ist faszinierend, wie unprofessionell man wirken kann, wenn die Stimme morgens nicht so will und man mehr Knitterfalten als ein ungebügeltes Bettlaken im Gesicht hat. Egal, die fünf Anwärter wollen geprüft werden, also ran an die schriftliche Prüfung. Ich bin überrascht von dem 16 Seiten starken Stapel, den wir da aushändigen. Ich hatte in dem Jahr, welches wir zwischen den Durchgängen haben, wieder vergessen, wie viel das doch war. Aber klar, jeder möchte seinen Ausbildungsteil in der Prüfung repräsentiert sehen und das summiert sich ganz schön.

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Viel! Vor allem weil wir das ja auch korrigieren müssen/dürfen. Der Ablauf war im Vergleich zu den vorigen Durchgängen wesentlich besser getaktet: Während die eine Hälfte des Lehrteams schon korrigiert hat, gingen die anderen zum Wasser, um nahtlos mit den Lehrproben zu beginnen. Über den Morgen hat sich das zuvor regnerische Wetter zur schwülen Hitze entwickelt und müde wie ich war, habe ich das natürlich nicht mitbekommen und stand dann mit dicker, schwarzer Jeans am Strand und habe versucht nicht zu schmelzen.

Zu allem Überfluss habe ich es dann auch noch geschafft mich in Entenscheiße zu legen. Jetzt kommt zu dem vernkitterten Gesicht und der Krächzstimme noch ein hübscher, gelb-brauner Fleck am Rücken dazu, sowie dicke Schweißtropfen und alles schreit: PROFI!

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Ich wurde letztendlich aber doch noch belohnt. Eine Lehrprobe, die es abzunehmen galt, hat mich vorher auf dem Papier schon interessiert. Es galt sicherheitsrelevante Spiele zu präsentieren und der angehende Übungsleiter hat das relativ ‚bekannte‘ „Wurfsackgolf“ geschickt mit dem etwas mehr bekannten „Kubb“ kombiniert. Wir mussten uns schon sehr anstrengen, um an der sehr gut präsentierten Übungseinheit auch nur irgendeinen Makel zu finden. Es ist doch schön zu wissen, dass es jetzt neue motivierte Übungsleiter und Übungsleiterinnen gibt!

Ab Freitag hat Österreich mich wieder und dann werde ich sehr gespannt sein, wie sich Lofer so aus der Übungsleiter-Position anfühlt.