Geplante LKV-Fahrt. 8 Bremer Teilnehmer. Einer wird vorher krank. Drei tauchen nicht beim Abholpunkt auf. Zwei kommen spontan mit, damit Bremen nicht so untervertreten ist.

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Letztes Wochenende hat sich die Kanujugend aus NRW in Oberhausen getroffen, um einen riesigen Regentanz zu veranstalten. Naja, viele getanzt wurde nicht, dafür war der Regen da! Jeder der sich schon mal das gesamte Wochenende im Zelt hat berieseln lassen, der weiß wie schnell die Stimmung kippen kann. Umso faszinierender fand ich es, dass die Stimmung in Oberhausen durchweg gut war! Es wäre mal spannend gewesen zu wissen, wie das ganze bei Sonnenschein ausgesehen hätte.

Undichtes Zelt + Starker Regen = ?

Wir sind am Freitag Abend aufgeschlagen, haben fix das große SG 12 vom Bremer Jugendring aufgebaut und umgehend hat der Regen eingesetzt. Glück gehabt. Kurze Zeit später tröpfelt die eine Seite und noch ein wenig später tropft es mehr und mehr. Das Zelt ist undicht. Ich musste jedoch erstmal zur Betreuerbesprechung um die weiteren Infos für Freitag und Samstag zu bekommen. Dort habe ich uns auch eine riesige Plane besorgen können, die wir über unser tröpfelndes Zeltchen werfen können. Situation gerettet und nochmal vielen Dank.

Als dann irgendwann das zweite Auto mit den anderen drei da war, haben wir uns dazu entschieden, nicht weiter auf die Ergebnisse vom Grill gewartet und uns auf die Suche nach einen Dönerladen zu machen. Erste Erkenntnis des Wochenendes: Wer Döner in Oberhausen sucht, wird sehr schnell in Mühlheim landen! Es ist doch als nicht Rheinländer faszinierend, wie nahtlos da ein Ort in den nächsten übergeht, wie ich es sonst nur von Stadtteilen kenne.

Danach noch After-Döner-Party im Zelt. Als ich dann gegen kurz vor zwei Uhr nachts noch Richtung Toiletten unterwegs war, musste ich auf dem Rückweg feststellen, dass wir doch recht laut waren und dazu noch die einzigen mit Licht an. Das allgemeine Teilnehmerfeld war dann doch etwas jünger als unsere Gruppe.

Der Morgen war recht entspannt, da die Zeitplanung insgesamt zwei Stunden für Frühstück und abspülen vorsah. Ich hatte mich am Vorabend dazu bereit erklärt, den Kick (Veranstaltungspunkt) „Eskimotieren“ zu übernehmen.

Problem 1: Das ganze findet auf einem mindestens vier Meter tiefen Kanal statt.

Problem 2: Ich habe keine Ahnung wer zu mir kommt

Problem 3: Ich bin auf die Boote von vor Ort angewiesen

Problem eins und zwei haben sich gegenseitig entschärft. Auf dem Vormittag hatte ich vier Teilnehmer, von denen zwei die Rolle eigentlich schon so gut wie konnten und zwei absolute Anfänger. Diese konnten sich dementsprechend ergänzen und während die Anfänger die Fortgeschrittenen absicherten und bei misslungenen Rollversuchen an die Boote heran fahren, damit sich wieder aufgerichtet werden kann. In den Verschnaufpausen wurde dann auf ähnliche Weise der Hüftknick erlernt. Das Schöne daran ist, dass dadurch sehr deutlich wird, dass Kajak fahren zwar eine Individualsportart ist, wir uns aber auf unsere Mitpaddler verlassen können müssen.

Problem drei hat dazu geführt, dass mir nach jeweils einer halben Stunde die Beine abartig kribbelten und ich kaum noch Gefühl in den Fußspitzen hatte… Warum sind die Menschen eigentlich so klein?

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Der Ablauf vor Ort ging dann nach einer Dusche reibungslos weiter. Mittagessen und wieder eine mehr als bequem bemessene Zeit um Kram zurecht zu legen, bis es in die Kicks am Nachmittag ging. Meine Teilnehmer aus Bremen hat in der Zeit gnadenlos das Futterkoma gepackt und alle Fünf sind ins Land der Träume gesegelt.

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Gleichzeitig hat auch wieder Regen eingesetzt, den haben wir doch auf dem Vormittag so vermisst! Zum Glück blieb es bei seichtem Niesel. Die Größe des Zelts hat sich jetzt schon bezahlt gemacht, konnten wir doch Regenjacken und Handtücher drinnen aufhängen.

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Als ich dann vom Wasser zurück kam, ist meine Truppe gerade aufgewacht und wollte sich auf dem Weg ins Centro – dem Mega-Einkaufspark – machen. Warum auch nicht, sollte der Filmabend ja erst später stattfinden. Das Ding ist gigantisch und das Eis spannender als dieser abstruse Hollisterladen. Die Mädels, speziell Anna musste da sofort drin verschwinden. Einen Blick habe ich auch riskiert und hätte dort von der Atmosphäre her beinahe einen Cocktail bestellt. Anschließend Filmchen gucken mit Olaf Obsommer und fest stellen, dass Bierbänke auf Dauer echt unbequem sind.

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Nach einer noch entspannten Runde mit den Organisatoren hat auch der Regen mal für kurze Zeit aufgehört und wir sind Richtung Lagerfeuer/Grill gezogen. Dort gab es noch ein paar Würstchen und Apfelschorle. Um vier waren wir dann auch endlich im Zelt. Komatöser Schlaf erfasste mich und nach knappen vier Stunden wurden wir von massiv lauter Musik geweckt. Schade, dass es nicht das allseits beliebte „Guten Morgen, Sonnenschein“ war. Der Morgen brachte aber auch eine Enttäuschung mit sich: Wegen Gewitterwarnung wurde das C7-Rennen, welches gerade für uns attraktiv war, abgesagt. Jetzt müssen die NRWler wohl auf unsere Freimarktsregatta kommen!

Nach der Tombola ging es denn auf den Heimweg und dabei wollte uns das Wetter nochmal zeigen, was echter Regen ist. Tempo 60 auf einer fast leeren Autobahn fährt man nicht alle Tage!

httpv://www.youtube.com/watch?v=aoa0H1F_wj4

Was hätte man anders machen können, wenn man mich fragt? Mehr Paddelaktivitäten. Gerade durch das ausgefallene Rennen, waren doch relativ wenige „nasse“ Tagesordnungspunkte. Der Zeitplan hätte auch ruhig ein wenig straffer sein dürfen, es war doch ganz gut Zeit für Müßiggang. Würde ich nochmal hin fahren? Ja!