Puh… nun ist es schon rund acht Monate her, dass ich mich meinem Freestyler angenommen habe um ihn zum Kanadier umzubauen.

Die ersten Berichte und die wichtigste Frage – warum überhaupt? – findet ihr hier und hier.

Gestern habe ich es endlich geschafft und das zuvor angefertigte Muster, aus altem Verpackungsmaterial, auf den robusten Schaumstoff übertragen. Was ist das für ein Wundermaterial? Ich habe im zweiten Teil geschrieben, dass es EVAZote ist, aber ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Es gab ihn beim Kanuhändler des Vertrauens für akzeptables Geld zu kaufen. Es ist das gleiche Zeug, welches auch für die Keile in dicken Creekern benutzt wird
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Jetzt war lange mein Problem, dass ich es wieder und wieder verpennt habe, mir einen Panikverschluss, also so einen wie an den WW-Westen, zu besorgen. Denn wenn ich mich schon im Boot angurte, dann möchte ich da auch fix raus kommen! Dies habe ich letztendlich von meiner alten, schon gut ramponierten, Artistic Weste genommen. Befestigt habe ich diesen an den Bohrungen, an denen zuvor der Sitz fest war. Ich habe auch die gleichen Schrauben verwendet.
SAMSUNG CSCDen Knieblock selber habe ich so eingepasst, dass er in die Schaumkeile des RAD greift und ich ihn nicht fest verkleben musste. Der sitzt so fest, dass ich mit zwei Händen kräftig ziehen musste um ihn, nachdem ich drauf kniete, wieder zu lösen. So bleibt auch die Option offen, wieder zurück zum Kajak zu gehen.

Wie man sieht, dient das Rückenpolster weiterhin dem selben Zweck. Nur wurden die Ratschen nach unten verlegt und die Einstellung funktioniert jetzt über die Zurrgurte direkt. Ich bin sehr auf heute abend gespannt. Da geht es in Bremens modernste Schwimmbad zum wöchentlichen Freestyletermin. Ob die Rolle klappt oder nicht wird man ja dann sehen. Das sitzen knien ist zumindest wesentlich bequemer als die Verrenkungen die ich zuvor anstellen musste um meine langen Beine ins Boot zu bekommen.

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