Man kennt das ja: kaum ist die Paddelsaison durch, fängt die Organisation an. Dieses Jahr wollte unsere Vereinsjugend einen Mädchenpaddeltag organisieren. Dass nur Mädchen auf dem Wasser sind, ist ja äußerst selten. Wenn die wenigen Mädchen bloß einige in ihrem Freundeskreis mitnehmen, kommt immer noch keine Frauenpower zustande. Deshalb wollen wir die Veranstaltung in den Schulen bewerben. Dass dabei der klassische Elternzettel nichts bringt, weiß man ja – die verschwinden tief in den Rucksäcken und finden nie wieder ans Tageslicht. Plakate sollen es sein! Oder zumindest Flyer.

Aber die wollen ja erstmal gestaltet werden. Und als braver Ehrenamtler hab‘ ich mich natürlich wieder vorgedrängelt. Wozu hat man schließlich Photoshop? Wie kompliziert das noch werden würde, konnte ich erst erahnen, als ich mich durch gefühlt 2000 YouTube Tutorials geklickt habe um Inspiration und Umsetzungshilfe zu finden. Die Poly-Optik gefiel mir sehr gut, aber so viele Schritte?!

Zum Glück kann man sich für Hilfe immer noch an Freunde wenden. Drei Tage später kam Jens vorbei und hatte schon eine Vorlage dabei. Da wurde dann noch 2 Stunden dran rum gebastelt. Text, Hintergrundbild (welches ich zweifach abgeändert habe) und das Vereinslogo, das ich nochmal eigenhändig zusammenbasteln musste, weil es wie so oft keine hochqualitativen Wimpel gibt. Das sah am Ende dann so aus:

Der fertige Flyer zum Mädchenpaddeltag des MKV

Der fertige Flyer zum Mädchenpaddeltag des MKV

Und damit bin ich auch ziemlich zufrieden. Es musste ja nicht zeitlos sein, da dies ein einmaliges Event ist, es soll nur Aufmerksamkeit erregen! Das sollte damit gegeben sein.

Das beste an dem Prozess war das Zwischenstadium des Flyers. Da war statt einer Paddlerin ein Paddler zu sehen. Wie Hauke es so schön nannte: „Die Text-Bild-Schere ist jedoch fragwürdig.“ Doch gerade solche Kritik ist hilfreich und notwendig, um gute, sinnvolle und informative Plakate/Flyer zu gestalten.