Uff…

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Einen Monat ist es her und jetzt noch was dazu schreiben? Eigentlich mäßig sinnvoll. Jedoch ist dies ja kein hochaktuelles Szenemagazin, sondern mehr so mein privat-öffentliches Fahrtenbuch mit Bildern. Also:

Der DKV ruft, er braucht Helfer für die Präsenz in Markkleeberg. Ich hatte eh schon vor den Kanal im Südosten der Republik zu befahren, allein die Prämisse des Förderbands und der Anordnung im U lockte mich. Jetzt bestand dazu noch das Angebot die Fahrt- und Übernachtung bezahlt zu bekommen, da die Standbetreuung ein hoheitlicher Akt ist.

Nachteil ist, dass Zeit vom Paddeln abgeht. Vorteil ist wiederum, dass mehr Zeit da ist um ein wenig zu klönen und neudeutsch zu networken. Mein Auftrag war es, ankommende Besucher über den DKV zu informieren und Interessierten den Europäischen Paddel Pass abzunehmen. Auf dem Vormittag hat sich das ganze gut eingependelt und wir hatten fünf bis sechs Interessierte für den EPP zusammen. Die Prüfung wurde abgenommen und ich hatte noch Zeit um aufs Wasser zu gehen.

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Gleich zu Beginn habe ich mir eine Granate XL geschnappt, die wollte ich schon länger mal testen und mit dem Lettmann-Stand schräg gegenüber war es irgendwie Bedingung dieses massige Geschoss zu fahren.

Und? Schnell, trotzdem wendig. Booft fein über Rückläufe, wird jedoch am Heck schneller bissig als mein Remix. Gerade dann, wenn man Walzen nicht überhüpft, sondern voll reinzimmert. Prompt durfte ich den Kahn auch rollen, nachdem ich ein wenig gedankenlos in ein Kehrwasser gehüpft bin und umgehend in den Sofamodus umschaltete. Die Verschneidungen waren dann doch ein wenig zu wild. Im Gegenzug rollt sich Lettmanns Boot quasi von alleine.

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Der Nachteil an der Strecke in Markkleeberg ist, dass man innerhalb kurzer Zeit sehr erschöpft ist. Aufgrund der zusätzlichen vollen Kehrwässer neigt man dazu, einfach immer wieder mit Vollgas gen Tal zu fahren, nur um sich dann wieder nach oben schippern zu lassen. Sehr geil und sehr anstrengend.

Schnell mussten auch mal andere Boote ran. Sehr interessantes Geschoss: Der LL Stinger.  Unterschiff vom Remix und circa doppelte Länge. Was schon direkt auf dem Ausgleichsbecken auffällt ist, dass Länge läuft. An Geschwindigkeit ist er wohl kaum zu überbieten, solange man auf das Boot noch das Etikett „Wildwasser“ kleben möchte. Auf dem Kanal ist eher überraschend wendig, worauf jedoch geachtet werden muss ist, dass das Heck ordentlich ausschwingt. Ein Warnaufkleber für nachfolgende Wassersportler wäre hier durchaus angebracht.

Was aber auch sofort auffällt: Fehlt der Wasserdruck, so kommt der Stinger nur mit unterstützenden Bogenschlägen ums Eck. Bootfahren mal wieder klassisch.

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Und sonst so? Viele Freunde vor Ort und noch mehr bekannte Gesichter. So langsam merke ich, dass man als – auch als noch junger – Funktionär gut herum kommt. Bis jetzt habe ich das auch noch nicht bereut und bin schon gespannt auf unsere Arbeitstagung im Juni. Zu unserem Glück spielte das ganze Wochenende auch das Wetter mit  und der Morgen begann stets mit trockenen Paddelsachen.

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Frisch in mein Equipment ist auch eine Neoshorts von LevelSix gewandert, praktisch, gerade wenn das Wetter wärmer wird. Hier zu bewundern, während ich auch einem Bellyak gen Tal rutsche:

IMG_5536Was sonst? Eigenes Boot gefahren und festgestellt, dass es trotzdem ein sehr feines Boot ist und zwischendurch das Speed von Lettmann gefahren (deutlich feiner als das Nordic) und abschließend noch eine Runde gesuppt (immer noch witzig!)

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